Hochzeitsspiel: Sprechverbot

Geschrieben von hochzeitssprueche.today am in Hochzeitsspiele

Mit Wörtern sind wir Menschen ja sehr ausdrucksstark. Fehlen uns die Worte – zum Beispiel weil uns das eine Spielregel vorschreibt – sieht das schon ganz anders aus. Im folgenden Spiel ist die Kreativität des Brautpaares ohne Worte gefragt. Es geht darum, bestimmte Begriffe entweder pantomimisch darzustellen oder auf eine ganz besonders humorvolle Art und Weise auf Papier zu bringen. Ein unterhaltsames Vergnügen nicht nur für Braut und Bräutigam, sondern auch für die Schar der Hochzeitsgäste, die sich an diesem ebenso witzigen wie kreativen Spiel alle beteiligen können.


Was Sie für die Vorbereitung dieses Spiels benötigen:

Zentraler Inhalt dieses Hochzeitsspieles sind die Begriffe, die es darzustellen beziehungsweise zu erraten gilt. Sie benötigen deshalb kleine Karteikarten – besonders schön sind natürlich rote Pappherzen –, auf die die einzelnen Begriffe geschrieben sind.

Eine kleine Sammlung von Begriffen zu Ihrer Inspiration:

  • Hochzeitskutsche, Hochzeitsauto
  • Flitterwochen
  • Pfarrer, Altar, Ringtausch
  • Hochzeitsnacht, Zungenkuss
  • Kondom, Antibabypille
  • Büstenhalter, Boxershorts
  • Frühstücksei, Kaffeemaschine, Nutella, Marmelade
  • Alkohol, Kater (der Zustand, nicht das Tier!), Kopfschmerzen
  • Strumpfband, Brautkleid, Hochzeitswalzer
  • Windeleimer, Schnuller, Fruchtblase
  • Kaffeekränzchen, Männerabend
  • Standesamt, Kirche
  • Hochzeitstorte

Zusätzlich zu den Kärtchen / Herzen mit den Begriffen benötigen Sie noch:

  • eine möglichst erhöhte, für alle Hochzeitsgäste gut einsehbare Spielfläche
  • eine Tafel
  • eine Flipchart
  • Kreide
  • Filzschreiber
  • ein Tuch oder einen schmalen Streifen Baumwollstoff
  • Moderator
  • Kamera zum Aufzeichnen des Spiels


Der Spielablauf


Der Einstieg:

Der Moderator erklärt zu Beginn, dass mit dem Spiel zwei Dinge untersucht werden sollen: Zum einen geht es darum, die Kreativität und Zusammenarbeit des Brautpaares unter die Lupe zu nehmen. Zum anderen treten in einer Art „Geschlechterkampf“ die Männer und Frauen unter den Gästen gegeneinander an: Je nachdem, ob ein vom Brautpaar dargestellter Begriff von einem Mann oder einer Frau im Publikum erraten wird, bekommt das jeweilige Geschlecht einen Punkt, was vom Spielmoderator auf der Tafel per Kreidestrich festgehalten wird. Verlieren die Herren der Schöpfung, müssen sie pro Nase fünf Euro in die Flitterwochenkasse des Brautpaares bezahlen, im anderen Fall natürlich die Damen.

Runde 1:

In der ersten Runde geht es um das pantomimische Talent des Brautpaares. Der Moderator zeigt den beiden den Begriff auf den Kärtchen, den sie nur mit Mimik und Gestik, aber in jedem Fall ohne Worte darstellen müssen. In der ersten Runde geht es dabei eher um einfache Begriffe zum Aufwärmen. Wer von den Hochzeitsgästen den Begriff zu wissen glaubt, ruft ihn einfach dazwischen. Bei fast gleichzeitigen Antworten eines Mannes und einer Frau entscheidet der Moderator oder gibt bei unklaren Fällen beiden Geschlechtern einen Punkt.

Runde 2:

In der zweiten Runde steigen die Anforderungen sowohl für das Brautpaar als auch für die Gäste: Nun werden nämlich Doppelbegriffe pantomimisch dargestellt beziehungsweise geraten. Ein Beispiel: Auf dem Kärtchen des Moderators steht „Tanzbär. ER: Tanz + SIE: Bär“. Damit haben Braut und Bräutigam verschiedene schauspielerische Aufgaben. Das Publikum muss also gleich zwei Begriffe erraten und diese dann zum gesuchten Wort zusammensetzen.

Runde 3:

Nun wird gemalt! Natürlich wäre es viel zu einfach, wenn das Brautpaar einfach mit den Filzschreibern auf die Flipchart malt. Deshalb erschwert der Moderator die künstlerische Betätigung, indem er die Handgelenke (bei zwei Rechtshändern jeweils rechts) der beiden Verliebten mit dem Tuch oder Stoffstreifen zusammenbindet: Nun müssen Braut und Bräutigam quasi „mit zusammengewachsener Hand“ malen und können zeigen, wie gut sie kooperieren. Sprechen dürfen sie jedoch auch bei dieser Aufgabe nicht!


Warum das Spiel so viel Freude macht:

Pantomimische Darstellungen von Schauspiel-Laien führen durch ihre Situationskomik eigentlich immer dazu, dass das Publikum in Gelächter ausbricht. In Runde drei, dem gemeinsamen Malen, kommen noch skurrile Zeichnungen heraus, wenn der Bräutigam und die Braut den Stift gerne in eine jeweils andere Richtung bewegen möchten.

Großen Spaß macht den Hochzeitsgästen das aktive Mitraten – zumal es ja darum geht, mehr Punkte als das andere Geschlecht zu ergattern. Die „Androhung“ einer Bestrafung für das unterlegene Geschlecht macht die Sache natürlich umso spannender. Durch den Zeitdruck – der Punkt geht ja an die erste richtige Antwort – kommt es häufig vor, dass zur Belustigung der gesamten Hochzeitsgesellschaft ganz spontan auch höchste bizarre Lösungsvorschläge nach vorne gerufen werden, die dann natürlich auch das Brautpaar aus der Fassung bringen.


Inspirationen für die „Bestrafung“ des unterlegenen Geschlechts:

Um die Kasse der Brautleute aufzubessern, kann als Strafe die Zahlung von fünf Euro in Flitterwochen-Kasse ausgerufen werden. Doch auch im Hinblick auf andere Bestrafungen sind der Fantasie der Organisatoren des Hochzeitsspieles kaum Grenzen gesetzt.

Klassische Strafen sind zum Beispiel:

  • das Ausgeben eines Glas Champagners an das andere Geschlecht
  • eine Nackenmassage, die so lange dauern muss, bis die Hochzeitskapelle mit dem Spielen aufhört
  • das sofortige Ausstellen einer Einladung zum Brunchen oder einem Kinobesuch auf einem Bierdeckel


Mögliche Abwandlungen des Hochzeitsspiels:

Bei „Sprechverbot!“ ist es natürlich auch möglich, die Rollen zu tauschen. In Runde 1 und 2 müssen sich Braut und Bräutigam kurz umdrehen, damit der Moderator den Gästen die Begriffe zeigen kann. Bei dieser Variante braucht es anstelle kleiner Kärtchen natürlich große Tafeln. Wichtig: Hat einer der Hochzeitsgäste den Begriff nicht erkennen können, schreiben ihn seine Nachbarn am besten auf einen Bierdeckel auf, damit ihn das Paar nicht hört. Für das Brautpaar ist es sehr lustig anzusehen, wenn eine ganze Hochzeitsgesellschaft mit Verrenkungen und Gesten versucht, auf den richtigen Begriff aufmerksam zu machen.

In Runde 3 – beim Malen – bestimmt das Publikum ein oder zwei Paare, die die Aufgabe übernehmen.

Während bei der klassischen Variante ein Match zwischen Männern und Frauen im Publikum gespielt wird, treten bei diesen Abwandlungen des Hochzeitsspieles Braut und Bräutigam gegeneinander an. Wer verliert, übernimmt zum Beispiel eine Woche lang den Abwasch oder muss seinem Herzblatt einen Kuchen nach Wahl backen.

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