Erkennst du mich?

Geschrieben von hochzeitssprueche.today am in Hochzeitsspiele

Viele Paare – egal sie gerade erst getraut worden sind oder schon Jahrzehnte miteinander verheiratet sind, rühmen sich, den anderen blind erkennen zu können. Den Spruch „ihre/seine Stimme würde ich unter Tausenden erkennen“ glauben wir ja noch. Doch wie ist es mit bestimmten Körperteilen oder der Art, den anderen anzufassen? – „Erkennst du mich?“ ist ein humorvolles Hochzeitsspiel, dass sowohl den Teilnehmern als auch den Zuschauern Vergnügen bereitet und mit ein paar gekonnten Tricks der Organisatoren für jede Menge Gelächter im Publikum sorgen wird.


Was Sie für die Vorbereitung dieses Spiels benötigen:

  • eine Bühne oder gut einsehbare Fläche, damit alle etwas sehen
  • fünf Stühle
  • fünf große rote Herzen aus Pappe mit Nummern von 1 bis 5
  • ein Tuch oder breites Band zum Verbinden der Augen
  • einen knallroten Lippenstift
  • zwei Kochlöffel
  • pro Spiel fünf Freiwillige aus dem Publikum
  • Moderator
  • Kamera zum Filmen des Spiels


Der Spielablauf


Der Einstieg:

Der Moderator erklärt dem Brautpaar, dass es bei diesem Spiel darum gehen wird zu überprüfen, ob die beiden vor der Hochzeit den Körper des anderen auch gründlich genug kennengelernt haben, um ihn unter anderen zu erkennen. In drei Runden gibt es für das Erkennen des Partners jeweils einen Punkt. Wer verliert, muss dem frisch angetrauten Ehepartner einen Dienst erweisen, der schon im Vorfeld des Spiels festgelegt wird. Der Moderator und die Trauzeugen, die das Paar gut kennen, passen auf, dass es sich dabei um einen Einsatz handelt, der für Braut beziehungsweise Bräutigam schon eine gewisse Überwindung bedeutet, wie zum Beispiel das morgendliche Freikratzen des Autos im Winter durch einen Langschläfer.

Runde 1:

Der Braut werden die Augen verbunden. Der Moderator prüft noch einmal nach, ob sie auch wirklich nichts sehen kann, und ruft danach die fünf Kandidaten – den Bräutigam und vier weitere Hochzeitsgäste – auf die Bühne. Nun bekommt die Braut in jede Hand einen Kochlöffel gesteckt – sie muss die fünf Kandidaten, die mit ihren Nummernherzen vor ihr stehen, mit Kochlöffeln betasten, um auf diese Weise herauszufinden, wer ihr Angetrauter ist. Für jeden Kandidaten hat sie eine bestimmte Zeit, die vom Moderator überwacht wird. Wenn sich die Braut entschieden hat und eine Zahl nennt, darf sie die Binde abnehmen, um zu sehen, ob sie richtig lag und wen sie sonst noch alles mit den Kochlöffeln abgetastet hat. Nun wird gewechselt.

Runde 2:

In der zweiten Runde gibt es echten Körperkontakt: Die Bräutigam setzt sich mit verbundenen Augen und einem bloßen Unterarm (ein Brauthandschuh muss ausgezogen, ein langärmeliges Brautkleid zurückgeschoben werden) auf einen Stuhl. Jeder der fünf Kandidaten setzt sich ihr für eine bestimmte Zeit gegenüber und streichelt ihre Hand und den Unterarm. An seinem Gefühl und der Streicheltechnik soll die Braut ihren Mann erkennen. Nach dem Durchgang nennt die Braut wieder die Nummer, die sie für ihren Mann hält. Anschließend erfolgt wieder der Wechsel – der Bräutigam muss raten!

Runde 3:

In diese Runde werden zwei kleine Scherze eingebaut, um den Spaß für das Publikum zu erhöhen. Bevor die Braut das Tuch für die Augen umgelegt bekommt, sieht sie fünf Stühle (die in relativ weitem Anstand zueinander stehen). Ihre Aufgabe in diesem Spieldurchgang ist es, ihren Mann durch Abtasten der Waden zu erkennen. Was sie nicht ahnt: Es kommen nur zwei Männer barfuß auf die Bühne. Während ihr Ehemann seinen festen Platz auf einem Stuhl behält, schleicht der andere von Stuhl zu Stuhl mit, während die „blinde“ Braut zum nächsten geführt wird. So betastet die Braut einmal die Waden ihres Mannes und gleich vier Mal die Waden eines anderen.

Auch für den Bräutigam wird in der letzten Runde ein Scherz vorbereitet: Er nimmt auf einem Stuhl Platz und soll seine Frau unter denen erkennen, die ihm ein liebevolles Küsschen auf die Wange oder die Stirn geben. Was er nicht ahnt: Alle Kandidatinnen haben dick einen roten Lippenstift aufgetragen, was zu einer kleinen „Kriegsbemalung“ im Gesicht des Bräutigams führt. Wann er dies bemerkt, hängt vom Zufall oder einem Tipp von seiner Liebsten oder einem Trauzeugen ab.


Warum das Spiel so viel Freude macht:

Für die Zuschauer ist es lustig mitanzusehen, wie ein Partner trotz aller Liebe und gemeinsam verbrachter Jahre seinen Schatz auf Anhieb vielleicht nicht erkennt. Beim Betasten des ganzen Körpers mit den Kochlöffeln kann man zudem auch einmal in heikle Regionen kommen, was besonders witzig ist, wenn es sich nicht um den Partner handelt. Für Gelächter sorgt es auch, wenn sich unter den Kandidaten das falsche Geschlecht eingeschlichen hat – also zum Beispiel, wenn in der Kussrunde der Bräutigam auch von einem Mann mit Lippenstift geküsst wird oder wenn die Braut mit den Kochlöffeln einen weiblichen Körper betastet.

Mit der liebenswerten Art und Weise, das Brautpaar in der letzten Runde ein bisschen auf den Arm zu nehmen, kann die Stimmung im Saal zusätzlich gesteigert werden. Das Gelächter der Hochzeitsgäste wirkt sich natürlich auch auf das Brautpaar aus, das durch die verbundenen Augen gar nicht einschätzen kann, was es denn plötzlich so zu lachen gibt.


Inspirationen für den Einsatz des unterlegenen Ehepartners:

Die „Strafe“ richtet sich natürlich besonders nach den Dingen, die einer der beiden Brautleute überhaupt nicht gerne macht. Lustig wird es immer, wenn der Vorschlag für die Bestrafung vom grinsenden Ehepartner kommt.

Ein paar Beispiele:

  • ein Morgenmuffel muss eine Woche lang das Frühstück machen
  • Einsatz als Chauffeur/in beim Mädels- oder Männerabend, damit das Herzblatt mit den Freunden / Freundinnen tüchtig einen heben kann
  • Männer müssen mit ins Kino, um einen Liebesfilm anzusehen, Frauen mit ins Fußballstadion oder zum Eishockey


Mögliche Abwandlung des Hochzeitsspiels:

Um zu beweisen, dass man sich nach vielen Jahren besonders gut kennt, dürfen auch die Eltern von Braut und Bräutigam die einzelnen Tests absolvieren!

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